Bereits seit einigen Jahren veranstalten das Hessische Institut für Landesgeschichte in Marburg und die Professur für Deutsche Landesgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen gemeinsam das landesgeschichtliche Kolloquium. Im Sommersemester trifft man sich traditionell in Marburg, bei den obwaltenden Wetterbedingungen war es durchaus willkommen, dass die Tagung in einem klimatisierten Vortragsraum der Philipps-Universität Marburg durchgeführt werden konnte. Auch in diesem Sommer erfreute sich das Kolloquium großen Zulaufs: Zwischen dreißig und vierzig Landeshistorikerinnen und Landeshistoriker diskutierten über Themen unterschiedlicher Epochen vom 12. bis zum 17. Jahrhundert und unter Betrachtung verschiedener Untersuchungsräume. Zu den Teilnehmenden gehörten neben wissenschaftlichen Nachwuchskräften und Absolventen Berufstätige aus dem universitären Spektrum, aus Archiven, Museen, Schulen oder dem kirchlichen Bereich – und der Kreis der Teilnehmer reicht durchaus über die hessischen Landesgrenzen hinaus.
Die Vorträge entstammten überwiegend universitären Qualifikationsarbeiten, aber auch Einzelprojekte wie die Erstellung einer Ortsgeschichte für ein Dorf in Rheinhessen wurden vorgestellt. Besonders hervorzuheben ist, dass auch eine Archivreferendarin und ein -referendar des Marburger Staatsarchivs zu den Referenten zählten. Umfangreiche, teils auch kontroverse Diskussionen schlossen sich den Vorträgen an – in den Tagungspausen sowie beim traditionellen gemeinsamen Abendessen nach der Veranstaltung wurden manche Themen dann noch vertieft besprochen.
Das nächste Landesgeschichtliche Kolloquium findet am 5. Februar 2027 an der Universität Gießen statt. Details werden rechtzeitig mitgeteilt.