Vor wenigen Tagen – und somit traditionell rechtzeitig zur Jahresmitgliederversammlung der Historischen Kommission für Hessen in Marburg – ist der 76. Band des Hessischen Jahrbuchs für Landesgeschichte erschienen. Wie gewohnt wird auch in diesem Jahr ein weiter thematischer Bogen vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte geschlagen, von den Gütern der Edelherren von Ziegenberg über den Nothandel von Juden in Kurhessen bis zu den Auswirkungen der US-amerikanischen TV-Serie „Holocaust“ in Hessen. Der ehemalige Dienststellenleiter des Hessischen Instituts für Landesgeschichte Prof. Dr. Benjamin Müsegades hatte in seiner Marburger Zeit die Arbeit an einem Aufsatz zu den Berufungen des Historikers Peter Moraws nach Bielefeld und Gießen in den frühen 1970er Jahren begonnen. Das Resultat dieser Forschungen findet sich ebenso in der aktuellen Ausgabe.
Im Bereich „Forum“ ist unter anderem der Beitrag der Projektmitarbeiterin Dr. Christina Stehling zu finden, die sich – anlässlich des 250. Jahrestages der Gründung der Vereinigten Staaten – mit den Beziehungen der Gießener Tabaksfabrikantenfamilie Gail nach Übersee beschäftigt hat.
Über fünfzig Rezensionen, die wie gewohnt auch bei recensio.regioÖffnet sich in einem neuen Fenster abrufbar sind, sowie die Jahresberichte des Hessischen Instituts für Landesgeschichte und der Historischen Kommissionen Darmstadt, Marburg und Wiesbaden runden den Band ab. Die Schriftleitung lag bei PD Dr. Frank Kleinehagenbrock, Dr. Andrea Pühringer und Dr. Lutz Vogel.