Im Refektorium des Karmeliterklosters fand am 5. August 2026 auf Einladung des Frankfurter Instituts für Stadtgeschichte (ISG) die feierliche Eröffnung der Wanderausstellung „Mehr als Hessian Mercenaries und Elvis Presley: 250 Jahre transatlantische Beziehungen Hessen-USA“ statt. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen war der Veranstaltungsraum bis auf den letzten Platz gefüllt. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Saxofonistin Corinna Danzer und dem Kontrabassisten Jonas Lohse, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Jazzmusik unterhielten und ganz zum Wetter passend die Veranstaltung mit den Stücken „Summertime“ von George Gershwin und „Air Conditioning“ von Charlie Parker einleiteten.
Nach einer Begrüßung durch Dr. Miriam Sprau, die Leiterin des ISG, sprach die Frankfurter Kulturdezernentin, Dr. Ina Hartwig, die die heute nur noch wenig bekannte frühe Beziehung zwischen Frankfurt und den nordamerikanischen Kolonien im 17. und 18. Jahrhundert hervorhob. Brian Heath, der Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Frankfurt, schloss mit seinem Grußwort an und bot den Zuhörenden einen US-amerikanischen Blick auf die Beziehungen zwischen Hessen und den USA. Nach zwei weiteren Musikeinlagen kamen Vertreterinnen der Projektpartner zu Wort. Zuerst sprach Franziska Kiermeier, die Direktorin der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, und hob den Aspekt der Demokratisierung nach dem Zweiten Weltkrieg als wichtigen Punkt der transatlantischen Beziehungen hervor. Ein letztes Grußwort übernahm Frau Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds RheinMain, mit dessen finanzieller Unterstützung das Projekt realisiert werden konnte. Sie lenkte den Blick der Zuhörenden auf die kulturellen Aspekte der Verbindung zwischen Hessen und den USA. Zum Abschluss gab Prof. Dr. Holger Th. Gräf einen Einblick in die Entstehung der von ihm und Dr. Christina Stehling kuratierten Wanderausstellung und weckte mit ausgewählten inhaltlichen Beispielen die Neugier des Publikums. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung nutzten die Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen. Anschließend daran ließen sie den Abend mit Gesprächen und bei einem Glas Wein im Innenhof des Klosters ausklingen.