Diese Publikation zeichnet erstmals die Geschichte der Grafen von Solms im 15. Jahrhundert nach. Im Zentrum steht eine Frage, die weit über den Einzelfall hinausweist: Wie konnten „mindermächtige“ Adelsgeschlechter im spätmittelalterlichen Reich Rang und Einfluss gewinnen? Die Studie zeigt am Beispiel der Grafen von Solms, dass Aufstieg keineswegs nur eine Frage von Besitz und materieller Erbschaft war. Entscheidend waren vielmehr Netzwerke, symbolische Kommunikation und performative Praxis, in denen Heiratspolitik, dynastische Teilungen, Fürstendienst und Reichsnähe als aufeinander abgestimmte Handlungsweisen zusammenwirkten. Wie diese Faktoren im konkreten Handeln wirksam wurden und den Aufstieg des Grafenhauses Solms prägten, ist Untersuchungsgegenstand dieses Buches.
Verkaufspreis € 29,00