Vom 27. bis 29. April 2026 tagte zum insgesamt 19. Mal die Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Portale zur Regionalgeschichte und Landeskunde – kurz AG RegionalportaleÖffnet sich in einem neuen Fenster. Zum zweiten Mal seit Bestehen der AG fand das Jahrestreffen in Rheinland-Pfalz statt, erstmals trafen sich die Mitglieder im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz / Rheinische Landesbibliothek in Koblenz.
Traditionell wurde über neueste Entwicklungen aus bestehenden landesgeschichtlichen und landeskundlichen Portalen diskutiert und neue Vorhaben vorgestellt. Aus hessischer Perspektive stellte das Kompetenzzentrum Hessische KulturdateninfrastrukturÖffnet sich in einem neuen Fenster am Marburg Center for Digital Culture and Infrastructure Überlegungen zur hessischen Kulturdateninfrastruktur vor. Als Schwerpunktthema wurde in diesem Jahr die Zielgruppenansprache für Nutzende der Portale diskutiert. Hierzu referierte unter anderem Florian Sepp (Bayerische Staatsbibliothek München) über die vielfältige Öffentlichkeitsarbeit des bayerischen Kulturgutportals bavarikonÖffnet sich in einem neuen Fenster. In einer weiteren Sektion wurden Vorhaben aus der Region des Veranstalters thematisiert. So stellte beispielsweise Lars Jendral (Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz / Rheinische Landesbibliothek Koblenz) den Relaunch der Rheinland-Pfälzische PersonendatenbankÖffnet sich in einem neuen Fenster (RPPD) vor, mit der die Hessische Biografie in LAGIS schon länger normdatengestützt verbunden ist (aktuell sind 530 LAGIS-Personendatensätze auf diese Weise mit der RPPD verbunden). Ute Engelen (Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz e. V., Mainz) stellte aktuelle Entwicklungen beim rheinland-pfälzischen Landesgeschichtsportal regionalgeschichte.netÖffnet sich in einem neuen Fenster vor.
Das HIL nutzte die Plattform, um verschiedene Perspektiven des Relaunches von LAGIS zur Diskussion zu stellen. Stefan Aumann und Lutz Vogel gingen in ihrem Referat „Lessons learned: Was das neue LAGIS anders macht“ auf wesentliche Neuerungen ein, die mit der Freischaltung des „neuen“ LAGIS im November 2025 veröffentlicht wurden. Neben einem Vergleich zwischen Darstellung im alten Layout und neuen Funktionalitäten wurden insbesondere die Mehrwerte vorgestellt, die den Nutzenden mit dem Relaunch von LAGIS zugänglich sind – zum Beispiel in den Modulen Hessische Truppen in Amerika oder dem Flurnamenarchiv. Zum Schwerpunktthema der Zielgruppenansprache steuerte Niklas Alt einen Vortrag bei. In seinem Referat mit dem Titel „Nutzungsanalyse, User-Experience und Ansprache nach dem LAGIS-Relaunch“ ging er auf die messbaren Effekte der Entwicklung von Zugriffen auf LAGIS ein. Daneben stellte er auch die hausinterne Durchführung von Usability-Tests und die vielfältigen Ansätze des HIL vor, LAGIS durch verschiedene Formate unterschiedlichen Zielgruppen zu vermitteln.
Die 20. Ausgabe des Treffens der AG Regionalportale wird das Hessische Institut für Landesgeschichte im kommenden Jahr vom 3. bis 5. Mai im Hessischen Staatsarchiv Marburg ausrichten.