Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld bei seinem Vortrag; in der ersten Reihe von links nach rechts Stefan Müller (1. Vors. des HuGV), Bernd Klinkhardt (Geschichtsforscher) und Dr. Dirk Scharrer (Bürgermeister von Wolfhagen)

Wann, warum und durch wen wurde Wolfhagen (Landkreis Kassel) zur Stadt?

Dieser Frage ging Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld vom HIL bei seinem Vortrag in der Wolfhager Stadthalle am 25. September 2026 nach.

Am 25. September 2026 hielt Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld in Wolfhagen vor rund 100 Zuhörern einen Vortrag unter dem Titel: "Die hochmittelalterliche Stadtwerdung von Wolfhagen im regionalen und überregionalen Vergleich" und ordnete die konkreten Entstehungshintergründe neu ein. Stadt und Burg Wolfhagen wurden 1231 von Landgraf Konrad zur Sicherung der Westflanke der Landgrafschaft Thüringen gegen den Mainzer Erzbischof und den Grafen von Waldeck errichtet.

Die Anfänge der Stadtwerdung von Wolfhagen (Landkreis Kassel) sind in der Lokalgeschichte umstritten. Lange Zeit galt das Jahr 1226 als Gründungsjahr und die Stadtgründung wurde Landgraf Ludwig IV., dem Mann der Heiligen Elisabeth, zugeschrieben. Das Datum findet sich in  einer Chronik des Pfarrers Peter Wertheim aus dem Jahr 1545. Seine Quelle nennt er nicht, der Auszug enthält sowohl sachliche Unstimmigkeiten als auch offenbar einen Lesefehler. Bereits 1995 stellte Dr. Wilhelm A. Eckhardt in einem einschlägigen Beitrag den Irrtum fest und wies auf das richtige Datum 1231 hin. Die wissenschaftliche Forschung ist ihm hierin gefolgt. In Wolfhagen löste dies kontroverse Diskussionen aus. Zur Klärung des Sachstandes wurde das HIL gerufen. Diesem Ruf sind wir gerne gefolgt.

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